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Menschen begleiten - Patenschaft übernehmen

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Eine Patenschaft ist der Aufbau einer längerfristigen und stabilen Beziehung des Erwachsenen zu einem Flüchtling mit konkreter Unterstützung im Alltag. Dazu zählen Aufgaben wie Hilfe beim Erlernen der deutschen Sprache oder gemeinsame Freizeitaktivitäten. An oberster Stelle stehen jedoch emotionale Zuwendung, Zeit schenken, einfach 'da sein' und einem jungen Menschen das Gefühl geben, in einer neuen Umgebung nicht allein zu sein. Paten/Patinnen bekommen durch das Projekt die Möglichkeit sich sinnstiftend in der Flüchtlingsarbeit einzubringen.
Auch Erwachsene brauchen Begleitung und Unterstützung, um sich in der neuen Kultur zurechtzufinden. Die Patenschaft kann nicht nur für Kinder und Jugendliche (unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge) übernommen werden.
Paten / Patinnen begleiten Flüchtlinge über einen längeren Zeitraum. Sie verbringen gemeinsam Zeit und entscheiden zusammen, was unternommen werden soll. In welcher Form und Intensität der Kontakt zwischen dem Paten / der Patin und dem Flüchtling besteht, ist selbstverständlich nicht allgemein vorgegeben und hängt von beiden Seiten ab – zum einen davon, in welcher Situation sich der Flüchtling gerade befindet und was an Unterstützung benötigt wird, zum anderen von der Bereitschaft der Patin / des Paten.

Die Patenschaft bedeutet:

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  • Regelmäßige Treffen und die Zurverfügungstellung von Zeit
  • Gemeinsames Gestalten von Aktivitäten – je nach Interesse
  • Unterstützung beim Deutschlernen
  • Hilfe beim Zurechtfinden im Gastland
  • Die Flüchtlinge sozial einzubinden
  • Vorurteile abzubauen

Die Patenschaft bedeutet nicht:

  • Geld- oder große Sachspenden
  • Rechtliche Vertretung im Asylverfahren
  • Alleinverantwortliche/r für alle organisatorischen Angelegenheiten zu sein

Eine Patenschaft kann aufgrund der schwerwiegenden Erlebnisse der Flüchtlinge emotional herausfordernd sein. Deswegen gibt es Treffen und regelmäßigen Austausch (Stammtische). Darüber hinaus stehen den Paten / Patinnen sämtliche im Bereich der Freiwilligenarbeit im Diakoniewerk geregelten Angebote zur Verfügung.
Mit der Entscheidung zu einer Patenschaft übernehmen Erwachsene eine längerfristige Verantwortung, die aber auch eine große persönliche Bereicherung darstellt. Die Intensität des Kontakts entwickelt sich im Rahmen der Auseinandersetzung miteinander und verändert sich natürlich im Laufe der Zeit. Ziel sollte jedoch sein, den Kontakt zum Jugendlichen kontinuierlich und längerfristig zu halten (min. 1x pro Woche, 1 Jahr lang).

Voraussetzungen um eine Patenschaft zu übernehmen:

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  • Gute Einschätzung der eigenen Ressourcen
  • Interesse und Offenheit sich mit jungen Flüchtlingen auseinanderzusetzen
  • Hohes Verantwortungsbewusstsein
  • Psychische Belastbarkeit
  • Fähigkeit mit Abschied, Trennung und Enttäuschungen umzugehen
  • Offenheit, Kontaktfreudigkeit, Konfliktfähigkeit
  • Absolvierung einer Schulung/Fortbildung, Bereitschaft zur Reflexion (Stammtisch)

Bei Interesse kontaktieren Sie bitte Frau Raphaela Pauls. Nach einem ersten Gespräch wird ein Kontakt hergestellt – bei einem Erstgespräch wird dann die weitere Vorgehensweise besprochen.

 

Kontakt

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Bild von Mag. Raphaela Pauls

Mag. Raphaela Pauls

Funktion: Klinische- und Gesundheitspsychologin

Adresse: Hafnerstraße 4
4040 Linz

Mobil: 0664 84 21 065

r.pauls@diakoniewerk.at