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Überbrückungshilfe

für die Aufbringung einer Wohnungskaution

Das Diakoniewerk Oberösterreich (im Folgenden kurz Diakoniewerk) unterstützt Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte, die in einem Quartier des Diakoniewerkes im Rahmen der Grundversorgung untergebracht sind, bei der eigenen Wohnraumbeschaffung. Nach Maßgabe des verfügbaren Budgets wird in der Reihenfolge des Einlangens der Anträge eine einmalige finanzielle zinsenlose Überbrückungshilfe für die Aufbringung einer Kaution gewährt. Die/Der Asyl- bzw. subsidiär Schutzberechtigte verpflichtet sich zur Rückzahlung des gewährten Betrages an das Diakoniewerk, wobei ihr/ihm die Möglichkeit einer Ratenzahlung mittels Einzugsermächtigung eingeräumt wird. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Gewährung dieser finanziellen Unterstüt-zung. Die Höhe der Unterstützung orientiert sich an der im Antrag geschilderten Situation, an den unten angeführten Richtwerten sowie an dem verfügbaren Budget.

Wer kann diese Hilfe in Anspruch nehmen?

Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte mit einem rechtskräftigen positiven Bescheid können die Hilfe in Anspruch nehmen. Diese müssen Hauptmieter und Bewohner der Wohnung sein, für die die finanzielle Unterstützung beantragt wird. Die gegenständliche Wohnung muss sich im Bundesland Oberös-terreich befinden und die/der Antragsteller/in muss ihren/seinen Hauptwohnsitz an dieser Wohnanschrift begründen.

In welcher Höhe wird die Überbrückungshilfe gewährt und wie erfolgen die (Rück-)Zahlungen?

Bei den angeführten Beträgen handelt es sich um Richtwerte. Die Höhe der Überbrückungshilfe beträgt maximal 3 Monatsmieten je Wohnadresse. Die genaue Summe wird für jeden Fall individuell überprüft und festgelegt.

1 Person ..................... max. € 750,- (max. € 250,-/Monat)
2 Personen ................. max. € 1.200,- (max. € 400,-/Monat)
Familien ..................... max. € 1.500,- (max. € 500,-/Monat)


Das Diakoniewerk unterstützt Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte nur bei einer Wohnraumanschaffung zu orts- und marktüblichen Mietpreisen. Die Gewährung der Überbrückungshilfe kommt durch eine schriftliche Vereinbarung zwischen dem Diakoniewerk und dem/der Asyl- bzw. subsidiär Schutzberechtigten zustande, nachdem diese/dieser dem Diakoniewerk ein SEPA Lastschrift Mandat (Einzugsermächtigung) für die Ratenzahlungen erteilt hat.

Der Unterstützungsbeitrag wird vom Diakoniewerk direkt an den Vermieter überwiesen, nachdem das SEPA Lastschrift Mandat erteilt wurde.

Die Rückzahlung des gewährten Betrages durch die/den Asyl- bzw. subsidiär Schutzberechtigte/n erfolgt durch Raten mittels SEPA Lastschrift (Einzugsermächtigung). Die konkrete Ratenvereinbarung wird individuell zwischen dem Diakoniewerk und dem/der Asyl- bzw. subsidiär Schutzberechtigten abgeschlossen. Die Rückzahlung hat jedoch mindestens € 30,- pro Monat zu betragen und der gewährte Betrag muss innerhalb von 12 Monaten vollständig an das Diakoniewerk zurückbezahlt werden. In besonderen Ausnahmefällen wird ein Rückzahlungszeitraum von bis zu 24 Monaten gewährt.

Zur Sicherung der gewährten Überbrückungshilfe, tritt die/der Asyl- bzw. subsidiär Schutzberechtigte ihre/seine künftige Forderung auf Rückzahlung der Kaution gegenüber dem Vermieter an das Diakoniewerk ab.

Die/Der Asyl- bzw. subsidiär Schutzberechtigte verpflichtet sich im Falle bewusster unwahrer Angaben, bewusst verschwiegener maßgeblicher Tatsachen oder widmungswidriger Verwendung zur sofortigen Rückzahlung der gewährten Leistung.

Antragstellung

An der Überbrückungshilfe interessierte Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte können mit der für ihr Quartier zuständigen Leitungsperson Kontakt aufnehmen, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Auch eine Kontaktaufnahme mittels E-Mail an e.rappel@diakoniewerk.at ist möglich.
Es wird in weiterer Folge ein Besprechungstermin vereinbart, bei dem nachfolgende Unterlagen mitzunehmen sind:

  • Bescheid des BFA bezüglich Gewährung Asyl/subsidiärer Schutz
  • Mietvertrag
  • Einkommensnachweis der/des Antragstellerin/s und der Personen, die mit ihr/ihm in der neuen Wohnung im gemeinsamen Haushalt leben (zB monatlicher Lohn/Gehaltszettel, AMS-Bezugsbestätigung, Bestätigung des Bezuges der bedarfsorientierten Mindestsicherung, Kinderbetreuungs-geld, …)

Sofern vorhanden:

  • Bestätigung des Bezuges der Wohnbeihilfe
  • Bescheid über Pflegegeld
  • Belege über allfällige finanzielle Belastungen