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27.11.2017

Diakoniewerk nominiert für den Teleios-Preis der Österreichischen Altenpflege

Memories XL gibt Einblick in die Lebensgeschichte der BewohnerInnen

GALLNEUKIRCHEN/WIEN. Seit dem Jahr 2004 ist der TELEIOS der landesweit wichtigste Preis für Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit in der Altenpflege. Donnerstagabend wurde der Preis im Rahmen eines Galaabends im Palazzo Wien Spiegelpalast im Wiener Prater bereits zum achten Mal vergeben. Moderator Gerfried Pröll führte die 350 Gäste, unter ihnen auch Jiri Horecky, Präsident des Europäischen Verbandes E.D.E., durch einen Abend für alle Sinne. Projekte aus den Alten- und Pflegeheimen Österreichs wurden auf die Bühne geholt und prämiert.

Sektionschef Manfred Pallinger gratulierte in Vertretung des Sozialministers den anwesenden Gästen aus den Alten- und Pflegeheimen für ihre wichtige Arbeit für die pflegebedürftigen Menschen in unsere Gesellschaft, sowie zur enormen Innovationskraft in den Heimen. Er betonte, dass in einer Gesellschaft, in der wir glücklicherweise immer älter werden, Pflege unsere ungeteilte Aufmerksamkeit benötigt.  

Leider blieb es in diesem Jahr für das Diakoniewerk bei der Nominierung in der Kategorie BewohnerInnen. Der Teleios 2017 ging in dieser Kategorie an das Caritas Seniorenwohnhaus Schloss Hall, in der Kategorie „Führung“ ging er an das Seniorenwohnheim Abtenau und in der Kategorie „MitarbeiterInnen“ an das Alten- und Pflegezentrum Vöcklamarkt.

Memories XL - Bilder sagen mehr als tausend Worte
Das Haus für Senioren Wels hat das Projekt „Memories XL“ eingereicht. Bei „Memories XL“ werden interessante und außergewöhnliche Lebensstationen von Bewohnerinnen und Bewohnern großflächig transparent sichtbar gemacht. Die Tür zum persönlichen Bewohnerzimmer zeigt mittels prägnanter Grafiken, Fotos und Kurzdossiers die Lebensgeschichte und Kompetenzen jener Person, die dahinter wohnt. Somit dient die Tür als Schaufenster und als Eingang zu Erlebnissen, Erfahrungen und Erkenntnissen – denn Bilder sagen mehr als tausend Worte, besonders dann, wenn das Reden schon schwerer fällt. Die Grafiken auf den Eingangstüren geben ein Bild vom Menschen hinter den erlebbaren und sichtbaren Einschränkungen.

Die Annahme ist, dass Mitarbeitende als auch die eigenen Angehörigen, Mit-BewohnerInnen und deren Angehörige ein neues Bild von der betreffenden Person erhalten und dieser mit noch mehr Wertschätzung begegnen können. Das Wissen über die Biografie ist das eine, das Sehen der wichtigsten Fotos in den BewohnerInnenzimmern das andere, aber die grafische Gestaltung dieser Informationen vermittelt nochmals ein dichtes lebendiges Bild zu dieser Person.

Für Manfred Schmidhuber, Leiter Haus für Senioren Wels, ist die Nominierung selbst schon eine große Ehre und auch wieder Anlass genug, dieses besondere Projekt in der Öffentlichkeit in Erinnerung zu rufen. „Die Überwindung der Defizitsichtweise, die besseren, intensiveren Anknüpfungspunkte an die einzelnen Biographien und die schönen Momente des Lebens für die BewohnerInnen selbst stehen für uns im Vordergrund dieses besonderen Projektgedankens. Es macht uns stolz, dass wir in unserer Arbeit darauf zurückgreifen können und dadurch eine noch bessere Betreuung gewährleisten können“, so Schmidhuber.

* Teleios, ein altgriechischer Begriff für vollständig, vollkommen, für etwas, woran nichts fehlt, was unversehrt und tadellos ist und vollbracht wurde.

Bild: Memories XL gibt Einblick.jpg
Bildunterschrift: Memories XL gibt Einblick in die Lebensgeschichte der BewohnerInnen
Fotocredit: Diakoniewerk/Abdruck honorarfrei

Bild: Teleios2017.png
Bildunterschrift: Die Preisträger und Nominierten bei der Teleios Gala 2017. Für das Diakoniewerk nahm Frau Brandlmair (Pflegedienstleitung Haus für Senioren Wels) die Urkunde entgegen. Vorne: 2.v.l.n.r.
Fotocredit: Lebenswelt Heim/APA-Fotoservice/Juhasz/Abdruck honorarfrei

Rückfragen:
Mag.a Andrea Obermühlner
Kommunikation & PR
Diakoniewerk
Telefon 07235 65 505 1320
Mobil 0664 88 97 19 57
a.obermuehlner@diakoniewerk.at
www.diakoniewerk.at/presse


Memories XL gibt Einblick in die Lebensgeschichte der BewohnerInnen Die Preisträger und Nominierten bei der Teleios Gala 2017. Für das Diakoniewerk nahm Frau Brandlmair